Freie Presse, 16.06.2008
"Beim Festival Mitte Europa seit Jahren üblich, dennoch immer wieder angenehm auffällig bei einer Klassik-Veranstaltung ist der individuelle Service der vielen Helfer des Festivals, und sei es nur bei der Platzsuche: Als Besucher fühlt man sich so wirklich als Gast einer Veranstaltung, nicht nur als Kartenkäufer."
Aktuelle Presseauszüge
Dialoge – allein und zu zweit (Frankenpost, 18.07.2008) Waldsassen:“ Raffinierte Mehrstimmigkeit: Durch sie findet sich Jan Vogler mit Klangkraft und formaler Klarheit. In den Winkelzügen bachscher Intellektualität kennt der international hoch renommierte Cellist sich aus – und weiß dabei das im besten Sinn Handgemachte dieser Solo-Musik zu bewahren. (…) Dialoge – für einen allein. Und allerdings reiste Vogler in Begleitung beim Festival Mitte Europa in Waldsassen an. Nach dem Entree mit Bach folgt ihm die Geigerin Mira Wang, seine schöne Duo- und Ehehälfte, aufs Podium des Harmoniesaals. (…) Der „ungeheuren Lebensfreude“ der vier Sätze wollen die Interpreten ihren Lauf lassen – und tun es mit Sarkasmus, motorischer Tanzlust, aber auch dem lyrisch introvertierten Gegenprogramm dazu. (…) Zirkusnummern musikalischer Artistik begeistern das Publikum im ausverkauften Saal zum Schluss (…).“
Es bleibt fast in der Familie (Frankenpost, 17.07.2008) Plauen:“ Schwestern könnten sie sein. Und zu zwei Dritteln sind sie’s auch. Die ansehnlichen jungen Interpretinnen auf dem Podium der Plauener Lutherkirche – alle in den Zwanzigern, blond, mit zurückgebundenem Haar – scheinen sich einig zu sein, noch ehe ein Ton erklingt: Baiba und Lauma Skride, die eine als Geigerin schon eine Weltberühmtheit, die andere als Pianistin auf gutem Weg dazu, sind Töchter derselben lettischen Musikerfamilie; Sol Gabetta, die viel bewunderte Cellistin, kommt indes aus Argentinien. Gleichviel – unerschütterlich hält die Allianz. Die 500 Besucher des Festivals Mitte Europa feierten die drei im ausverkauften Gotteshaus stehend, trampelnd, mit tosendem Applaus und Bravos für einen klassisch-romantischen Abend, der einen Glanzpunkt im Kultursommer markierte.(…) Übers Einverständnis unter Blutsverwandten geht dies Bündnis wirklich weit hinaus. Zwar, kunstreich und technisch souverän beeindruckt jede der Damen für sich (…). Reifend hat sich jede von unmündiger Selbstgefälligkeit befreit, so dass sie in wunderbarer Übereinstimmung einander bedingen, unterstützen, geltend machen: Die Musik bleibt, könnte man sagen, in der Familie.“
Ein Koch, der in acht Kesseln rührt (Frankenpost, 15.07.2008) Helmbrechts:“ Leicht kann man mit Pauken und Trompeten durchfallen. Diesmal allerdings bestand die Gefahr nicht: Am Sonntag erlebte ein angeregtes Publikum in der fast voll besetzten Helmbrechtser Johanniskirche, wie ein umtriebiger, gleichwohl gelassener Perkussionist glorreich das Klassenziel erreichte. (…) Leichtes, Schwungvolles, Ergötzliches überwiegt zunächst in der Helmbrechtser Werkfolge und erklingt mit Spann- und Schubkraft, plastisch, gewandt und flüssig. Helmut Brannys werbendes, winkendes Dirigat modelt mit knetenden Fingern einen fülligen, warmen, zumeist imponierend reinen Ensembleklang, den die Musiker geschmeidig zu biegen, zu wenden, umzuschichten wissen.“
Gesänge voll poetischer Kraft aus dem Land der tausend Seen (Freie Presse, 14.07.2008) Hirschfeld: „Die St. Michaeliskirche und die engagierte Kirchgemeinde Hirschfeld bei Zwickau waren am Freitagabend bereits zum zweiten Mal Gastgeber für das Festival Mitte Europa. Den zahlreichen Gästen, teilweise aus größerem Umkreis angereist, wurde ein Abend voll poetischer Kraft und fremder Musikalität aus dem nordischen Land der tausend Seen geboten, der dankbar und mit großem Beifall aufgenommen wurde. Suden Aika (Zeit der Wölfe) ist finnische Vokalkunst und Weltmusik vom Feinsten."
Vier Hexen in ihrem Element (Frankenpost, 14.07.2008) Arzberg:“ Dem Festival Mitte Europa ist es zu danken, dass das finnische Ensemble „Suden Aika“ (Zeit der Wölfe) mit seinen für hiesige Ohren ebenso exotischen wie verzaubernden karelischen Klängen in der Region gastierte. (…) Wenn die Texte hierzulande auch nur von den Wenigsten verstanden werden – die Inhalte werden von Katariina Airas und Liisa Matveinen erzählt –, so könnte man dem Quartett doch stundenlang zuhören; so einfach, so urtümlich und selbstverständlich sind die Lieder und ihre Botschaften. (…) Märchenhaft-mystisch geht es in allen Texten zu – auch in dem wunderbaren Wiegenlied, mit dem das Ensemble die hingerissenen Zuhörer entlässt.“
Hammerklavier – eine falsche Fährte (Freie Presse, 14.07.2008) Oelsnitz: “Der rekonstruierte Raum der ehemaligen Gottesackerkirche, die aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts stammt, ist wie geschaffen für die feinen Töne der Kammermusik. (…) Brunner will einen Eindruck des Originals nachvollziehbar machen, so, wie es im Palais der Salzburger Fürstbischöfe geklungen haben dürfte. (…) Solche Bemühung um historische Spielweise, wie die von Brunner und seinem Ensemble, bringt auch viele Wiederentdeckungen von Werken und von Komponisten mit sich."
Brillant und sehr behaglich für das Ohr (Frankenpost, 14.07.2008) Oelsnitz:“ Einem besonderen Instrument fällt die Hauptrolle des Abends zu: dem Hammerflügel. Klopfenden, nagelnden Lärm lässt der Name befürchten; indes handelt sich´s, im Gegenteil, um eine seidig leise Frühform des heutigen Konzertflügels (…). Mit der gehörigen Precision“, meinte Mozart, müsse derlei Tonkunst ausgeführt werden – und den Künstlern mangelt es kaum je daran. In der Mozart-Hälfte des Programms kommt ihre Tugend des akkuraten, ausgewogenen und ausgehorchten Zusammenspiels noch besser zur Geltung.“
Intime Briefe im Pianissimo (Frankenpost, 12.07.2008) Kirchgattendorf: „Im Gotteshaus eines idyllischen Dörfchens sitzt sommerabends ein Herr für sich, tief konzentriert, fast regungslos, und zupft die Saiten seiner Laute, spinnt sich behutsam und beharrlich in Melodien, Ornamente, harmonisches Gekräusel ein. (…) Vom Zuhörer begehrt der Interpret Gefallen an Bescheidenheit und Diskretion. Seinerseits ist er zu beidem bereit. Spätestens seit Joachim Held 2006 den Echo-Klassikpreis gewann, steht er im Rang eines der bedeutendsten Lautenspieler im Lande. (…)Kein munteres In-die-Saiten-Greifen ist sein Spiel; sondern ein Tasten und Fühlen mit den Fingerspitzen, ein Nachforschen und Aufstöbern, Herauslösen und Hervorkitzeln. Der Offenheit, mit der er in sein Naturell blicken lässt, fehlen Überredungswille und Plauderhaftigkeit; eher lässt sich Held mit jemandem vergleichen, der sich hinsetzt, um still sein Herz in einem Brief auszubreiten. (…) Doch selbst im Piano und Pianissimo enthüllt Joachim Held jedem aufnahmewilligen Ohr die Regungen eines reichen Innenlebens: stolze Erhebung und fragende Ungewissheit, Zögern und Impuls, pretiöse Hoffnung oder volkstümliche Erfüllung.“
Stunde tiefer Verinnerlichung (Sächsische Zeitung Pirna, 11.07.2008) Pirna:“ Mit Joachim Held war einer der weltbesten Lautenisten gekommen. Wie er es vermochte, mit seinem klangvollen Instrument eine Welt zu erschließen, die wir heute so oft entbehren müssen, das war großartig und hinterließ einen tiefen Eindruck. Es ist die Musik der Stille. So bildete sich schnell zwischen dem Künstler und dem offenbar sehr sachkundigen Publikum eine wunderbare Brücke.“
Klingende Ornamente (Sächsische Zeitung Kultur, 11.07.2008) Pirna:“ Wer Joachim Held aber einmal hat Laute spielen hören, etwa am Mittwoch im Pirnaer Stadtmuseum, der ist sogleich erleuchtet: Dieser Mann zupft leise, subtile Töne, die gefangen nehmen und entführen in eine Welt, so fern, dass selbst die stattliche Eiche auf dem Klosterhof sie nicht erlebt hat.“
Himmlische King´s Singers (Dresdner Neueste Nachrichten, 10.07.2008) Osek: „Vor vielen Jahren entdeckte das Sächsisch-Böhmische Musikfestival das Zisterzienser-Kloster Osek als akustisch und optisch ausstrahlende Spielstätte. Das Festival Mitte Europa hat die übernommen und bescherte seitdem hochrangige Konzerte, deren Anziehungskraft sich wieder beim Gastspiel der King´s Singers bewies. „So muss es im Himmel klingen“ – das war die spontane Meinung einer Besucherin nach den zwei Stunden bis ins Detail ausgefeilter Gesangskultur der Herren (…). Eine piano-Kultur, bis an die Grenze des Hörbaren reduzierte, ein In-den-Raum-Meißeln gewaltiger Töne und dazwischen eine Überfülle an Nuancen, dies sind Garanten für die außerordentliche Ausstrahlung, die das ganze Programm über anhielt. (…) Hinzu kommt, dass die Stimmen der sechs Herren ideal aufeinander abgestimmt sind (…). Damit wurde eine Lebendigkeit erreicht, die die Hörer in schier atemlose Spannung versetzte."
Wenn Riesen zu sehr lieben (Frankenpost, 10.07.2008) Adorf:“ Den „Metamorphosen“ des Ovid entstammt die Sage – einem Buch voller „Verwandlungen“ – Georg Friedrich Händel goss sie in eine Oper ein; und ein Musterbeispiel für Gestaltungs- und Umformungskunst ließen am Dienstag die internationalen Interpreten daraus werden: Martin Haselböck, angesehener Anwalt der Alten Musik, mit einem fünfköpfigen Ensemble exquisiter junger Sänger sowie, als Instrumentarium, seiner Wiener Akademie und dem Musica Angelica Baroque Orchestra aus Los Angeles. Nach zwei Stunden applaudierten die Zuhörer stehend, trampelnd, rufend: Nicht oft verwandelt sich Virtuosität so perfekt in Schönheit und zu solcher Ausdruckskraft.“
Ein Rausch der Ovationen im Vogtland (Freie Presse, 10.07.2008) Adorf: „Füßetrampeln in der Adorfer Kirche – das war der Dank für ein großes Musikerlebnis beim Festival Mitte Europa. Das Schäferspiel von Acis und Galatea ist klein und fein, aber es gab am Dienstag in der Adorfer Michaeliskirche einen großen Händel-Musikabend des Festivals her. (…) Die Geschichte geht uns nicht mehr nahe mit ihrer überspannten Verwegenheit, sondern allein durch diese unvergleichliche schöne Musik Händels. Wenn sie denn so ausdrucksvoll gesungen und gespielt wird wie an diesem Abend in Adorf; wenig Aufwand, stattdessen musikalische Intensität. (…) Das donnernde Grollen wurde nur noch übertroffenen, als der Schlussbeifall ausbrach und das Publikum mit den Füßen trampelte, da zitterte dann der Fußboden der Adorfer Kirche wirklich – ein Festival der Ovationen im Vogtland.“
Löcher, Bisse, Geistesblitze (Sächsische Zeitung, 05.07./06.07.2008) Bannewitz: "Das Festival Mitte Europa gastiert mit Lesung und Musik im Schloss Nöthnitz. „Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist“, beginnt Kurt Tucholsky alias Kaspar Hauser seine Betrachtung „Zur soziologischen Psychologie der Löcher“. Dieser wie andere Tucholsky-Texte könnten auch heute entstanden sein. Sie in ihrer Mischung aus politischem Tiefsinn und menschlichem Genuss zu pointieren, dies gelang Jürgen Schröder am Mittwoch sehr zum Amüsement der Anwesenden."
Die Innenansicht eines Festivals (Freie Presse, 05.07./06.07.2008) Wiedersberg: „Ein Gesangabend der Programmreihe des sogenannten jungen Kunstforums, sehr gut besucht, ging an die Quellen des Festivals zurück. (...) Es gab großen Beifall, Blumen und Geschenke, überschwängliche Stimmung in der Wiedersberger Kirche. (...) Eines von vielen Festivalprogrmmen, ja und nein: Im jugendlichen Kreis wurde am Lagerfeuer in Mißlareuth die Festival-Idee ausgeheckt, der Gesangskurs ist eine Profillinie geblieben, das junge Kunstforum spricht für´s Ganze, von hier kommt Zukunft. Wiedersberg war Begegung mit allem.“
Mozart flirtet mit dem Publikum (Frankenpost, 05.07.2008) Wiedersberg: „Mozart-Arien in einem Gotteshaus – kann das gut gehen? Noch dazu, wenn sie um so weltliche Themen wie Liebe, Eifersucht und Verrat kreisen? Es kann, wie am Donnerstag der Konzertabend mit Anett Fritsch (Sopran) und Martin Hässler (Bariton) beim Festival Mitte Europa in der Kirche in Wiedersberg bewies.(…) Trotz ihrer Jugend – Anett Fritsch ist 22, Martin Hässler 19 Jahre alt – beherrschen die beiden Sänger den Flirt mit den Zuhörern perfekt: mal ein verschmitztes Zwinkern, mal ein strahlendes Lächeln, dann ein koketter Augenaufschlag. Bezaubernd, wie sie zum Beispiel das Duett „La ci darem la mano“ gestalten: Don Giovannis lockendes Werben, Zerlinas mädchenhaftes Zögern, schließlich das gemeinsame Schwelgen – da schwelgt auch das Publikum und belohnt die drei Künstler mit begeistertem Beifall.“
Die wollen doch nur spielen (Frankenpost, 04.07.2008) Plauen: „Nicht bloß singen, auch spielen will Maria Thomaschke und wird wirklich vielerlei Rollen gerecht. Wandelbar gab sie in Plauen, im Hof des Weisbachschen Hauses, dem Festival Mitte Europa die Ehre. (…) In Melodien, Songs, Bänkelliedern von unterschiedlichem Stimmungsgrundton finden die beiden zusammen: in Stücken von Hollaender, Spoliansky oder Eisler; bei burschikos-satirischen, nachdenklichen oder surrealen Versen; in einheimischen und fremden Zungen.“
Improvisationen zum Wegträumen (Frankenpost, 02.07.2008) Wunsiedel-Schönbrunn "Alte Musik, meist aus dem 17. Jahrhundert, hatten sie in die malerische St.-Peter-Kirche von Schönbrunn mitgebracht, die drei Musiker und die Sängerin Ulla Westvik um den bekannten norwegischen Lautisten Rolf Lislevand. (...) Ganz modern, weil zeitlos schön, kommt die drei- bis vierhundert Jahre alte Musik mit dem „Ensemble Kapsberger“ daher. Und das liegt in erster Linie an der Interpretation. (...) Dass solche Improvisationen auch zeitliche und geografische Grenzen überwinden, zeigt sich deutlich an diesem Abend: Die Musiker gehen mit ihrem Spiel fast unmerklich von einem Stück ins nächste über – ohne Zäsur, ohne Bruch. Es ist Musik, die auch in den temporeichen, temperamentvollen Phasen zu Entspannung, ja zum Wegträumen einlädt; Musik, die von außergewöhnlichen Künstlern mit viel Verstand und Liebe, vor allem aber nicht ohne Humor für heutige Ohren „übersetzt“ wird."
Seltene Töne beim Festival Mitte Europa (Freie Presse, 02.07.2008) Wunsiedel-Schönbrunn: „In nordische Welten entführte am Montagabend das norwegische Ensemble Kapsberger zum Festival Mitte Europa (...). Ensemble-Leiter Rolf Lislevand brillierte dabei auf ungewöhnlichen Instrumenten wie Vihuela, Colascione oder Laute.“
Der Charme der „Roaring Twenties“ (Frankenpost, 30.06.2008) Bad Steben "Man darf sich amüsieren: Das ist beim Jazz nicht immer so. Aber in der Glanzzeit des Swing und der Big-Band-Musik, in den „Roaring Twenties“ und den Dreißigern galt es, ein großes Publikum zu begeistern. Nicht anders im wohlgefüllten Großen Saal des Bad Stebener Kurhauses: Hierher luden Ondrej Havelka und seine „Melody Makers“ im Rahmen des Festivals Mitte Europa zur Zeitreise ein. Schon im Foyer ahnt man, dass einem höchst Vergnügliches bevorsteht. Da spielen sich sieben Herren im schwarzen Anzug förmlich die Seele aus dem Leib. (...) Eine tolle Show. (...) Für Konzerte dieser Art ist der Kurhaussaal mit seiner etwas angestaubten Pracht wie geschaffen. Die Akustik ist bestens, die Standmikrofone glitzern im Licht, weitere Mikros zeugen davon, dass das Ganze vom Deutschlandradio mitgeschnitten wird. (...) Immer wieder gibt es Zwischenapplaus. Und natürlich kann das Orchester nicht ohne eine gehörige Anzahl von Zugaben abziehen. Man hat sich bestens unterhalten – und so manches Neue an den vermeintlich so bekannten Stücken entdeckt."
Bengel mit Engelsstimmen (Freie Presse, 30.06.2008) Carlsfeld: “Die engen Kirchenbänke in der „kleinen Frauenkirche“ waren dicht besetzt. 30 Engelsstimmen erfüllten den Raum. Klar, rein, fast unschuldig. In weiß-goldenen Gewändern fügten sich die Knaben nahtlos in die barocke Zier der Kirche ein. Die Stimmung war anrührend und sakral. (...) Das Publikum lauschte selig lächelnd Beethovens „Ode an die Freude“ und der „Moldau“ von Smetana. Deutsch-tschechischer Austausch auf schöne und verständliche Art.“
Liebe ist ein Labyrinth im Eis (Frankenpost, 27.06.2008) Töpen "Fortsetzung folgt: Der Anfang knüpft ans Ende an. Am Dienstagabend schloss mit Franz Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ das Konzert des Festivals Mitte Europa in der Thossener St. Martinskirche; gleich tags darauf, im Töpener Gotteshaus gleichen Namens, fügte Schuberts „Winterreise“ weitere Erwägungen über Leben, Liebe und Tod an. (...) Wirklich bebt, vor Bangigkeit und Kälte, in Töpen hier und da die Stimme des Sängers; doch nicht aus Schwäche. Im Gegenteil: Wenn Markus Brutscher als singender „Fremder“ der Stadt den Rücken kehrt, dann lässt er noch, das Marsch-Metrum markierend, sarkastischen Trotz hören, tiefe Kränkung zwar, aber bittere Ironie – da packt sich ein Versinkender am Schopf, um sich selbst herauszuziehen.(...) Dramatisch mitteilsam, überdies mustergültig in der Deklamation, identifiziert sich Brutscher einfühlend, dabei unsentimental mit dem namenlosen Außenseiter."
Der Tod kann ein Freund sein (Frankenpost, 26.06.2008) Thossen: "Nicht zuletzt Viktor Ullmann widmete das Festival Mitte Europa am Dienstag im vogtländischen Thossen ein „Theresienstadt Ghetto Requiem“ – zwei konzeptionell wie musikalisch erlesene Erinnerungsstunden, deren Eindringlichkeit dem Martinu-Quartett aus Prag zu danken war: seiner unpathetischen Dramatik, seinem ausdrücklichen Deutungswunsch."
Böhmische Weltklasse, Goldlicht und Pflaumenkuchen (Freie Presse, 26.06.2008) Thossen: "Möchte man Zweifler vom Konzept des Festivals Mitte Europa überzeugen - Abende wie der des Dienstages sind das beste Mittel dafür. Schon auf der Fahrt in das kleine Dorf Thossen öffnet die in goldwarmes Licht getauchte Landschaft des ehemaligen deutsch-deutschen Grenzgebietes das Herz. (...) Es ist ein elitäres Kulturvergnügen, ein solches Weltklasse-Ensemble in diesem Rahmen zu erleben. (...) In der Pause kann man sich im Garten des Kirchleins am frischen Pflaumenkuchen laben und dabei mit den Musikern oder der Komponistin Bodorova ins Gespräch kommen, bevor zum klingenden Abschluss eines gelungenen Abends Franz Schuberts Streichquartett d-Moll mit Verve in Szene gesetzt wird. Also wenn das kein Konzept ist....
Ein erstklassiges Ensemble (Sächsische Zeitung, 24.06.2008) Weesenstein "Die Tschechischen Kammersolisten boten in der Schlosskapelle von Weesenstein ein meisterhaftes Konzert. „Mitte Europa“ hatte eingeladen, das Konzert wurde zum Ereignis. Wie man liest, gastierten die Tschechischen Kammersolisten aus Brünn in Europa, Nord- und Südamerika, Kanada und Japan. Die Erwartungen waren groß, wurden erfüllt, ja sogar aufs Angenehmste übertroffen."
Biedermeier, brav und recht belebend (Vogtland-Anzeiger, 24.06.2008) Kauschwitz: "Die drei Musiker der Kontraste Köln machen ihrem Ensemblenamen Ehre und inszenieren das anmutig-beschwingte Werk (...) aus der Idee des Gegensatzes heraus. Mit Vollton begeben sie sich in den fröhlich-dramatischen Kopfsatz; originell schlüsseln sie die Verwandlungsfähigkeit des Variationen-Finales auf. In der Mitte aber führen sie aus solcher Helle in ein Dämmerlicht, das allerdings nichts Bedrohliches hat, sondern Spieler und Hörer anheimelnd ummantelt: samten der Ton, der nun nicht mehr kratzig, nur mehr rau und dadurch raunend spricht.
Königliches Spiel im Luisensaal (Der Neue Tag, 20.06.2008) Bad Alexandersbad: "Die Violine "Prinz von Oranje" von Guarneri del Gesu (1743) wollte nur zu gut im Festsaal "Königin Luise" im Alten Kurhaus klingen. Majestätisch und edel waren die Eindrücke am Mittwoch beim XVII. Festival Mitte Europa und seinem schon traditionellen Gastspiel im idyllischen Kurort. Erst drei Tage zuvor erstmals in der Oberpfalz, in Tirschenreuth, feierlich eröffnet, präsentierte das siebenwöchige Dreiländermusikfest für Sachsen Bayern und die Tschechische Republik zwei der führenden tschechischen Virtuosen der Gegenwart: den Violinisten Professor Ivan Zenaty (Musikhochschule Dresden) und den selbstbewussten Pianisten Martin Kasik, der dem Maestro virtuos Paroli zu bieten wusste: das bedeute Hochgenüsse für die Zuhörer bei spätromantischen bis modernen Werken. (...) Wünsche, Träume: Alles erfüllt!"
Schicksal zieht die Krallen ein (Frankenpost, 20.06.2008) Bad Alexandersbad: "Wer sich als Interpret zwischen solche Pole spannt und Halt und Übersicht bewahren will, der muss über einen selbstbewussten Ton verfügen, über reife Erfahrung, über Kenntnisse in allen Winkeln des Repertoires: so wie Ivan Zenatý, dem es als Gast des Festivals Mitte Europa am Mittwoch in Bad Alexandersbad gelang, zwischen Stimmungen und Attitüden zu vermitteln, die sich eigentlich ausschließen."
Ein Torso, vollkommen in seiner Schönheit (Vogtland-Anzeiger, 20.06.2008) Mißlareuth: "Auch am Montag, zur Eröffnung der Ausstellung Bildhauerarbeiten Skulptur – Zeichnung – Grafik war die Galerie im Pfarrhaus Mißlareuth sehr gut besucht. Der mehrfach ausgezeichnete Klarinettist Georg Wettin aus Dresen bot mit der Sonate für Klarinette von Edison Denissows, und Ausschnitten aus Werken von Jürgen Buttkewitz und Igor Stravinsky virtuos einen würdigen musikalischen Auftakt, bevor die Kunsthistorikerin und Mitinitiatorin des jährlichen Festivals Ivana Thomaschke die Ausstellung eröffnete. Die Rednerin dankte dem Plauener Kunstfreund Peter Wolf für dessen unermüdliches Engagement bei den Vorbereitungen und Durchführungen der jährlichen Ausstellungen in der Galerie im Pfarramt Mißlareuth. Seiner Initiative sei es zu verdanken, dass hier auch in diesem Jahr wieder zwei in ihrer künstlerischen Besetzung einmaligen Ausstellungen zu sehen sind."
Berührend mit eleganter Leichtigkeit (Frankenpost, 17.06.2008) Tirschenreuth: "Ursprung, Berührung und Verwandlung bilden die Leitgedanken des diesjährigen Festivals Mitte Europa, und eines dürfte sicher sein: Das Eröffnungskonzert am Sonntag in der voll besetzten katholischen Stadtpfarrkirche in Tirschenreuth ließ keinen der Zuhörer unberührt. Unter der Leitung von Fabio Biondi spielte sich das Kammerorchester „Europa Galante“ mit Leichtigkeit und Eleganz in die Herzen des Publikums. (...) Begeisterter Applaus setzt ein, kaum dass der letzte Ton des offiziellen Programms verklungen ist. "
Auftakt mit einem barocken Leckerbissen (Freie Presse, 16.06.2008) Tirschenreuth: "Mit einem Festkonzert in der Stadtkirche Tirschenreuth ist gestern Nachmittag das 17. Festival Mitte Europa eröffnet worden. Unter den zahlreichen Ehrengästen war auch die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD), die mit ihrem Besuch den hohen Stellenwert der Reihe in der Kulturlandschaft unterstreichen wollte. "Das Festival Mitte Europa ist ein herausragendes Beispiel für die lebendige Gestaltung nachbarschaftlicher Zusammenarbeit im mitteleuropäischen Kulturraum", sagte sie zur Eröffnung im Rathaus der bayerischen Kleinstadt. Stange bezeichnete das Festival als "gelebte europäische Integration", die das Zusammenwachsen der EU fördere. Die Reihe nehme im europäischen Festivalkalender eine besondere Stellung ein.
Presseinformationen des letzten Jahres
Sächsisch-Tschechischer Theaterherbst 7.11.-11.11.2007, Plauen
"Weiter so! Der Deutsch-Tschechische Theaterherbst hat seine Reize und überwindet auf sympathische Weise Grenzen"
(Freie Presse, 13.11.2007)
Am 11.11.2007 ist der "1. Sächsisch-Tschechische Theaterherbst", der durch "Mißlareuth 1990. Mitte Europa" e.V., Rechtsträger des Festivals Mitte Europa, veranstaltet wurde, zu Ende gegangen. Über 1000 Zuschauer hatten vom 07.11. an die sechs Vorstellungen der vier sächsischen Theater (Mittelsächsisches Theater, Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz, Kinder- und Jugendtheater Burattino Stollberg und Theater Plauen-Zwickau) und der zwei tschechischen Theater (Nordböhmisches Opern- und Ballett-Theater Ústí nad Labem, Städtisches Theater Most & Theater der Vielfältigkeiten) im Vogtland Theater Plauen gesehen. Neben dem Musical "Käfer oder The Beatles", dem Ballett "Catulli Carmina & Carmina Burana", dem Kinderstück "Frau Holle", den Klassikern "Diener zweier Herren" und "Minna von Barnhelm", gab es es auch eine TanzTheater-Uraufführung zu bewundern: "Cabaret Ragtime" von Bronislav Roznos. Publikum und Fachpresse waren gleichermaßen begeistert.
2008 wird der "Sächsisch-Tschechische Theaterherbst" wiederum im November stattfinden, dann zu Gast in Ústí nad Labem
Zu unserer Ausstellung "Die durchsichtige Welt" in Roudnice nad Labem und ab September in Pirna-Zuschendorf schreibt Ateliér aus Prag, am 8.3.2007:
"Mit dem Untertitel „Formen des Wassers“ eröffnete die Galerie für moderne Kunst in Roudnice nad Labem eine weitere thematische Ausstellung, diesmal symbolisch dem Wasser gewidmet und wieder im Rahmen des grenzübergreifenden Projektes – XVI. Festival Mitte Europa, Bayern - Čechy - Sachsen veranstaltet. Das ist ein Weg, die deutsch-tschechische Gegenseitigkeit zu stärken und außerdem dem Betrachtenden einige allgemeine Fragen der Entwicklung der zeitgenössischen Kunst durch attraktive Themen zu verdeutlichen."
29.3.2007
Zusammenfassung: Berliner Präsentation des Festivals Mitte Europa deutsch-tschechisches Kulturprojekt
kulturellen Rahmenprogramm der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007
Das jährlich achtwöchige Festival Mitte Europa im deutsch-tschechischen Grenzraum hat sich am 28. 3. in der Berliner Landesvertretung des Freistaates Sachsen präsentiert. Der Festivalintendant, Kammersänger Prof. Thomas Thomaschke, informierte die zahlreichen Gäste aus Politik, Kultur und Wissenschaft, über die Geschichte und die Entwicklung des seit 1992 bestehenden europäischen Festivals und gab eine Vorschau auf das diesjährige Programm. Der XVI. Festivaljahrgang wird erneut hochrangige Veranstaltungen von Musik, Bildender Kunst, Theater, Literatur und Tanz sowie Foren und Workshops bieten.
Im folgenden Konzertteil der Berliner Präsentation sang Thomas Thomaschke die „Biblischen Lieder“ von Antonín Dvořák, begleitet von der Prager Künstlerin Jana Boušková, einer der weltbesten Harfenistinnen.
pdf-Version
27.03.2007
Ankündigung: Festival Mitte Europa präsentiert sich am 28.3. in der Landesvertretung des Freistaates Sachsen beim Bund
pdf-Version
16.03.2007
Festival Mitte Europa am 24. März offiziell Mitglied des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz e.V.
pdf-Version zum Download
15.03.2007
Das aktuelle Programm des XVI. Festivals Mitte Europa 2007 steht zum Download bereit.
21.02.2007
Vielfalt erfreut beim XVI. Festival Mitte Europa
Variatio delectat · Vielfalt erfreut – ist das Motto des diesjährigen XVI. Jahrgangs des Festivals Mitte Europa. Mit diesem Motto steht das Festival Mitte Europa in Einklang mit der Europäischen Union und der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, für die kulturelle Vielfalt ein grundlegendes Merkmal der Staatengemeinschaft ist und für deren Erhaltung und Vertiefung sie sich einsetzt. In diesem Sinne haben die Initiatoren des Festivals Mitte Europa ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Programm mit internationalen Stars sowie Nachwuchstalenten zusammengestellt.
Unter den Gästen der über 80 Veranstaltungen mit Konzerten, Ausstellungen und Workshops werden so bekannte Namen wie der Countertenor Andreas Scholl, die lettische Star-Geigerin Baiba Skride, der junge, erfolgreiche Pianist Martin Stadtfeld, der Tölzer Knabenchor, der norwegische Bandeonist Per Arne Glorvigen, die Pardubicer Kammerphilharmonie, das Visegrad Baroque Orchestra, das Schulhoff Quartett und der renommierte Cellist Jan Vogler sein. Eröffnet wird der Kultursommer im vogtländischen Oelsnitz, das dieses Jahr die Verleihung des Stadtrechts vor 650 Jahren feiert. Am 10. Juni erklingt in der Jakobikirche ein Konzert der Prager Kammerphilharmonie mit dem tschechischen Cellisten Jiří Bárta unter der Leitung des Schweizer Dirigenten Kaspar Zehnder. Den Abschluß der Sommerperiode bildet in diesem Jahr der Abend „Classic meets Cuba“ mit den Klazz Brothers und Cuba Percussion im berühmten Grandhotel Pupp in Karlsbad. Bereits im Februar eröffnete die erste Festival-Ausstellung „Die durchsichtige Welt“ in Roudnice nad Labem, die im Herbst in Pirna-Zuschendorf zu sehen sein wird. Der im Herbst erstmalig vom Festival Mitte Europa veranstaltete „Theaterherbst“ findet vom 7. bis 11. November in Plauen statt, unter anderem mit Gastspielen der Thater Most, Ústí nad Labem, Cheb, dem Mittelsächsischen Theater Döbeln-Freiberg und dem Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz. Das Programm des gesamten Festivals Mitte Europa erscheint Mitte März.
Das Festival Mitte Europa ist für das kulturelle Rahmenprogramm der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ausgewählt worden. Der Intendant des Festivals, Kammersänger Prof. Thomas Thomaschke, freut sich über die Entscheidung: „Diese Auswahl ehrt uns und bestätigt uns in unserer Arbeit, zum europäischen Verständnis und zum Zusammenwachsen der europäischen Regionen beizutragen.“
Zu finden ist das Festival Mitte Europa auf der Homepage www.eu2007.de unter der Rubrik „Kulturelles Rahmenprogramm“ => Juni.
Weitere Informationen zum Festival Mitte Europa geben wir gern unter fme@festival-mitte-europa.com.
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PR & Marketing:
Pressemeldungs-Archiv
30.7.2006
Erfolgreiche deutsch-tschechische Begegnungen
XV. Festival Mitte Europa geht nach sieben Wochen zu Ende
Mit einem Konzert des Deutschen Kammerorchesters Berlin unter der Leitung von Markus Poschner ist am 30.7.2006 das XV. Festival Mitte Europa Bayern · Böhmen · Sachsen zu Ende gegangen. Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung hier.
26.7.2006
Das V. Symposium der Gesellschaft für deutsche und tschechische Kunst und Kunstgeschichte fand eine große Resonanz. Lesen Sie dazu unsere Pressemeldung.
7.6.2006
Die Texte der Pressemappe 2006 können Sie sich hier herunterladen.
8.3.2006
Das Programm 2006 können Sie sich hier herunterladen.
8.3.2006
Informationen zu den Höhepunkten in diesem Sommer des Festivals Mitte Europa · Neue Nachbarschaften · Dialog der Kulturen, wie Klaus Maria Brandauer, Julia Fischer & der Academy of St Martin in the Fields, Ludwig Güttler, Musica Alta Ripa, Royal Concertgebouw Orchestra Brass und viele andere mehr finden Sie in der Pressemeldung Höhepunkte 2006.