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Initiatoren



 

 

Kammersänger Prof. Thomas Thomaschke


Der Konzert- und Opernsänger Thomas Thomaschke stammt aus einer sächsischen Kirchenmusikerfamilie und studierte an der Dresdner Musikhochschule Gesang sowie Liedinterpretation bei Kammersänger Prof. Anton Dermota in Wien. Der Bassist ist Preisträger zahlreicher bedeutender internationaler Gesangswettbewerbe, wie zum Beispiel des Tschaikowsky-Wettbewerbes Moskau, des s’Hertogenbosch-Wettbewerbes in den Niederlanden oder des Robert-Schumann-Wettbewerbes Zwickau.

Nach seinem Aufsehen erregenden Debüt mit der Partie des Hunding in Richard Wagners Walküre an der Mailänder Scala, wo er später auch Mozartpartien sang, gastierte er an allen bedeutenden europäischen Opernhäusern, so u.a. an der Bayerischen Oper München, der Wiener Staatsoper, der Covent Garden Opera London, dem Teatro La Fenice Venedig sowie weltweit an den Opernhäusern in Dresden, Zürich, Lissabon, Madrid, Hamburg, Amsterdam, Rom, Stuttgart, Barcelona, Oslo, Prag, Berlin, Buenos Aires, Tel Aviv oder Kapstadt. Bei internationalen Festspielen – wie z.B. in Glyndebourne oder Edinburgh, beim Prager Frühling, dem Maggio Musicale Florenz oder dem Menuhin-Festival Gstaad – sang er bevorzugt das Mozartfach. Langjährig war der Sänger als 1. Solo-Bassist mit dem Leipziger Opernhaus und der Kölner Oper verbunden.

Neben seiner beeindruckenden sängerischen und schauspielerischen Präsenz in den Mozartpartien Sarastro, Osmin, Figaro und Don Giovanni stehen ebenso in seiner Karriere die lyrischen Basspartien des Wagnerfaches, hier insbesondere Landgraf in Tannhäuser, Gurnemanz in Parsifal, Pogner in Meistersinger von Nürnberg sowie die großen Baßrollen der Opernliteratur. Thomas Thomaschke ist international auch als Konzert- und Liedsänger erfolgreich. Seine ausgezeichnete Koloraturtechnik prädestiniert ihn insbesondere als Händel- und Bachsänger.

Er musizierte u.a. unter den Dirigenten Sawallisch, Haitink, Giulini, Leitner, Menuhin, Chailly, Pritchard, Patané, Maazel, Masur, Barenboim, Harnoncourt, Gardiner, Christi oder Schreier. Darüber hinaus leitet der Bassist internationale Meisterklassen für Gesang und arbeitet als Jurymitglied bei internationalen Gesangswettbewerben. Er lehrt seit 2005 er an der Musikhochschule in Dresden. Er wurde 1992 zum Intendanten des Festivals Mitte Europa berufen, welches jährlich sieben Wochen mit seinen kulturellen Aktionen Sachsen, Bayern und die Tschechische Republik verbindet und als eines der bedeutendsten Kulturprojekt zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik gilt.

 Prom. hist. Ivana Thomaschke-Vondráková


Die promovierte Historikerin wurde in Prag in der damaligen Tschechoslowakei geboren. Sie studierte an der renommierten Prager Karls-Universität Slawistik und Kunstgeschichte. Bereits während des Studiums heiratete sie den deutschen Konzert- und Opernsänger Thomas Thomaschke.

Nach der Promotion in Kunstgeschichte 1965 zog sie in die ehemalige DDR und arbeitete dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wo sie die die Abteilung „Malerei der 2. Hälfte des 19. und der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts“ leitete.

1976 emigrierte sie aus politischen Gründen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in die Bundesrepublik Deutschland. In Köln am Rhein war sie freischaffend als Kunstwissenschaftlerin tätig. Sie arbeitete für mehrere deutsche Museen und Galerien (z.B. Schnütgen Museum Köln, Villa Merkel Galerie Esslingen), verfaßte Künstler-Werkverzeichnisse (z.B. Hermann Glöckner, Milan Kunc) und beteiligte sich insbesondere an der Organisation von deutsch-tschechischen Kulturprojekten.

1990 zählte Frau Thomaschke zu den gründenden Mitgliedern des deutsch-deutschen und deutsch-tschechischen Vereins „Mißlareuth 1990. Mitte Europa“ e.V.. Seit 1991 realisiert sie in dessen Auftrag das internationale Kulturprojekt „Festival Mitte Europa, Bayern · Böhmen · Sachsen“. Hier leitet sie den Programmbereich Bildende Kunst mit Ausstellungen, Installationen und Symposien und ist für Kooperationen mit der Tschechischen Republik verantwortlich. 


Am 4. Oktober 2004 wurden Ivana und Thomas Thomaschke für ihre Verdienste für die Wiederbelebung des mitteleuropäischen Kulturraumes und ihr völkerverbindendes Engagement vom Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Horst Köhler, mit dem Deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.